Aktuelles / Presse

                                                                                                                                   

 

 

Datum   Inhalt Sprache
2011      
       
08.08.2011  

Zirkuspatron Franz Nock wird 75-jährig und feiert auf Tournee (AZ)

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Archiv
       
2010      
       
30.07.2010   Der Startschuss für die neue grosse Talentsuche ist gefallen! (SF) D
17.06.2010  

Der Cirkus Nock feiert (erschienen im "der Bund")

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17.04.2010  

Am 17. April 2010 findet der erste "Welt-Zirkustag" statt

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2009      
       
20.01.2009  

85,5 Prozent der Deutschen sehen gern Tiere im Circus

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08.01.2009  

Zirkus Ringling wagt Sprung nach Europa

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2008      
       
09.07.2008  

Brief der Schweizerischen Eidgenossenschaft "Pascal Couchepin"
(Download PDF-File, 449KB)

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23.06.2008  

"Zur Pause gezwungen" AZonline.ch

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03.06.2008  

"Schweizer Zirkusse. Quo vadis?"

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2007      
       
27.12.2007  

"Ein letzter Applaus für den Zirkusdirektor" Tagesanzeiger

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18.12.2007  

"Conny Gasser ist nicht mehr!" (VSZ)

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11.11.2007  

"The Show must go on - Circus Conelli" (Schweizer Illustrierte)
Download PDF, 1,1MB

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02.11.2007  

"2007 macht Mut, 2008 braucht Mut"

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29.05.2007  

Seco "Bewilligungsvoraussetzungen für Schausteller und Zirkusse"

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24.03.2007  

Ein Zirkus um den Zirkus

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2006      
       
22.11.2006  

Das Geschäft mit dem Weihnachtszirkus läuft gut

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31.10.2006  

NEU - Das Gästebuch beim Zirkusverband

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18.10.2006  

Schreiben an die Stadt Zürich betr. wilde Plakatierung

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06.10.2006  

Reaktionen zu: "Zirkusdirektoren fordern Subventionen"

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11.08.2006  

Brief an National- und Ständeräte

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19.05.2006  

In der Zirkusbranche bröckelt die Faszination "Der Unternehmer"

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09.02.2006   Harte Zeiten für Zirkusbetriebe "Thurgauer Zeitung" D
09.02.2006   BVG-Pflicht für ausländische Zirkusarbeiter D
kein   Standard-Arbeitsvertrag Schweizer Zirkusse D
       
2005      
04.12.2005   Markt der Zirkusse ist gesättigt  "SonntagsZeitung" D
04.12.2005 Swiss Classic 2005: Graubünden und Gilberta siegen D
04.11.2005 Ecrasé par les charges, le clown Pupuce arrête son cirque F
 
2004
12.04.2004 Mehr Anerkennung – weniger Gebühren D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zirkuspatron Franz Nock wird 75-jährig und feiert auf Tournee
(Quelle: Aargauer Zeitung, von David Mühlemann)



Quelle: pd


Der Seniorchef des ältesten und zweitgrössten nationalen Zirkusunternehmens - des Zirkus Nock - jubiliert. Gestern gab es ein schönes Fest im Kreise der Familie und Artisten. Auch weiterhin bleibt das Zirkuszepter in der Familie.

Ein schönes Fest gestern Sonntag im Circus Nock an dessen gegenwärtigem Gastspielort: Franz Nock, langjähriger Direktor des Familienzirkus, konnte im Kreise seiner Liebsten und der Artisten seinen 75. Geburtstag feiern. Traditionell fand das Wiegenfest auf dem höchsten Punkt der «Nock»-Tournee statt, nämlich am wunderschönen St. Moritzersee, auf 1774 Meter über Meer.

In einem Zirkuswagen geboren

Franz Nock ist am 7. August 1936 im solothurnischen Kriegstetten in einem Zirkuswagen zur Welt gekommen. Wie seine sieben Geschwister wurde auch er schon früh von seinem Vater trainiert; die Grundlage für seine späteren artistischen Höchstleistungen.

In der Manege entwickelte sich Franz Nock schnell zum Publikumsliebling. Seine circensischen Leistungen steigerten sich von Jahr zu Jahr. Mit 19 Jahren präsentierte er mit seiner Schwester Elvira die «Schwebende Leiter», eine sehr gefährliche Darbietung, deren Klasse und Wirkung trotz vielen Nachahmern einzigartig blieben.

Eine internationale Karriere lockte

Mit lukrativen Angeboten aus den USA lockte die internationale Karriere, doch die Pflichten im elterlichen Unternehmen hielten die zukünftige Direktion zurück. So kam dafür die Schweiz in den Genuss von weiteren spektakulären Nummern. Etwa die Kunststücke am 24 Meter hohen schwankenden Mast aus Tannenholz, sowie auf der auf vier Flaschen stehenden Stuhlpyramide gehören zu den spektakulärsten seines Artistenlebens.

Das Zepter übernahm die nächste Generation

In seiner Zeit als Direktor des Circus Nock verpflichtete Franz Nock immer wieder Artisten mit Darbietungen von internationalem Format und bewies so, dass sein Zirkus zu den grossen Unternehmen in Europa zählt. Inzwischen haben seine Töchter Verena (37), Franziska (35) und Alexandra (33) das Zepter übernommen und sind dafür besorgt, dass der Name Nock auch weiterhin für einen traditionellen Circus steht, welcher Jahr für Jahr mit einem hochstehenden Programm von einem Gastspielort zum anderen reist.

Sonniges Gemüt und viel Humor

Nach wie vor ist Franz Nock ein Zirkusmann von alter Schule mit einer grossen Präsenz auch ausserhalb des Scheinwerferlichts. Mittlerweile kann er sich an vier Enkeln erfreuen und ist mit seiner Frau Verena im mobilen Zuhause noch immer während der ganzen achtmonatigen Tournee mit dabei. Sein sonniges Gemüt, der schalkhafte Humor sowie das dazugehörende herzhafte Lachen - oftmals amüsiert er sich ob der eigenen Scherze - zeichnen ihn aus und sind weitherum bekannt und geschätzt.

Die Circus Nock - er feierte 2010 das 150-jährige Bestehen - ist eine Familien-Aktiengesellschaft und bezieht keine Subventionen. Begleitet wird er von Franz Nock (technischer Leiter), Verena Nock sen. (administrative Leiterin), Alexandra Nock (artistische Leiterin) und Elvira Schneider Nock (Kasse/Finanzen). Zum Zirkus gehört auch das Winterquartier in Oeschgen mit Stallungen, Büros, Werkstätte und Lagerhallen.

(az Aargauer Zeitung)

 

 

 

 

 

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Der Startschuss für die neue grosse Talentsuche ist gefallen!

 

In der Talentshow "Die grössten Schweizer Talente" sucht das Schweizer Fernsehen Kandidatinnen und Kandidaten, die ein besonderes Talent haben und bereit sind, dieses einem grossen Publikum zu präsentieren.

Altersbeschränkungen gibt es keine und gesucht wird aus allen Bereichen der Unterhaltungskunst: Gesang, Klassik, Tanz, Musik, Akrobatik, Zauberei, Tierdressur, Imitation, Comedy usw.

 

Die Pre-Castings finden im Herbst in verschiedenen Schweizer Städten statt. Details dazu werden laufend auf der Webseite des Schweizer Fernsehens kommuniziert.

 

Im Dezember 2010 findet in Zürich das grosse Jury-Casting statt. Die Live-Shows werden dann live aus der Bodensee-Arena in Kreuzlingen ausgestrahlt. Das Finale findet im März 2011 statt.

 

Bewerben kann man sich online unter www.schweizertalente.sf.tv.

 

Schriftliche Bewerbung / Kontaktdaten:

 

Desirée Müller

GRUNDY Schweiz AG

Hagenholzstrasse 83b, CH-8050 Zürich

Telefon  +41 44 308 54 06

 

desiree.mueller@grundyschweiz.ch

 

 

 

 

 

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Der Cirkus Nock feiert

Der zweitgrösste Schweizer Zirkus feiert sein 150-Jahr-Jubiläum auf der Berner Allmend.

Reiche Geschichte: Der Cirkus Nock. (zvg)

Reiche Geschichte: Der Cirkus Nock. (zvg)
 

Die Schweiz hat kein Königshaus, aber Zirkusdynastien. Die Familien sind wie beim europäischen Hochadel um ein paar Ecken verwandt: Nock – Knie – Gasser. Bei Nock steht die achte Generation bereit: Francesco hat schon in Programmen mitgewirkt. Brian und Brandon werden die Sägemehlmanege sicher in Bälde betreten. Derzeit ist die siebte Generation am Drücker. Das Dreimädelhaus besteht aus der Kontorsionistin Verena Nock, deren Kunst auch unter dem Begriff Schlangenmensch bekannt ist, Franziska, der Pferdespezialistin, sowie der jüngsten Schwester Alexandra mit Auftritten am Trapez und an Vertikaltüchern. Alexandra und Franziska nehmen die Direktorinnenfunktion wahr. Im Hintergrund haben die Eltern noch ein Auge auf das Unternehmen: Franz Nock, ab den 1950er-Jahren ein bekannter Artist und dann bis in die jüngere Vergangenheit mit der Pferdedressur befasst, und Gattin Verena Nock-Hochstrasser.

«Der älteste Schweizer Zirkus» wird Nock im Jubiläumsheft genannt. Man stutzt: Beging nicht der Nationalzirkus Knie anno 2003 sein 200-jähriges Bestehen? Andernorts ist im Nock-Rückblick vom «ältesten Schweizer Zelt-Zirkus» die Rede. Das könnte eher hinkommen. Knie stellte sein erstes Chapiteau 1919 auf der Berner Schützenmatte auf, vorher trat die Truppe unter freiem Himmel auf. Das war bei Nock nicht anders, wie alte Fotografien zeigen. Doch offenbar war Nock mit dem Chapiteau schneller als Knie.

Gesichert ist, dass der erst 18-jährige Joseph Nock (3. Generation) in Zürich einen eigenen Zirkus gründete. Seiltänzer und andere Artisten gab es in der Familie schon früher. Seit dem 17. Jahrhundert seien Vorfahren durch Europa gereist, liest man in der Nock-Chronik – ohne festen Wohnsitz, was die Nachforschungen erschwert. Oftmals trennten sich Geschwister und tingelten mit eigenen Unternehmen durchs Land, um dann ihre Betriebe wieder zu vereinigen. So gab es um 1910 Nocks Wanderkino, das das staunende Volk in die Welt des Lichtspiels einführte. Und die Arena Pius Nock, die in Bern 1940 neben der neuen Beton-Eisenbahnbrücke auf der Schützenmatte auftrat – mit offener Bühne. Zirkus funktionierte früher anders als heute. So wurde für die «Grosse Parforce-Vorstellung» in Davos 1897 gewettet, dass Nock ein beliebiges Bauernpferd dressiert und in der nächsten Vorstellung vorführt. Es klappte. Ein Freilos gabs dazu. Wer gewann, nahm ein lebendes Schwein mit nach Hause.

Immer wieder haben Nock-Artisten Aufsehen erregt. Der Schweizer Clown und Weltstar Grock – bürgerlich: Adrian Wettach, geboren 1880 im bernjurassischen Loveresse – erlebte bei Nock die Feuertaufe, trat aber nie bei Knie auf. Pio Nock begann um 1947 seine Weltkarriere als Clown. 1960 befuhr er mit einer Balancestange auf einem Velo ein Hochseil, während unter ihm im Löwenkäfig die Bestien schnaubten. 1998 starb er an einem Herzschlag in der Manege, wie er es sich gewünscht hatte. Ein Jahr vor dem Tod im Dortmunder Weihnachtszirkus fuhr der betagte Clown im Berner Weihnachtszirkus auf einem winzigen Velo durch die Manege. Als Direktor amtete in den 1990er-Jahren mehrmals Franz’ Bruder Alfredo. Weil den «alten Zirküssler» der Hafer stach, stellte der sonst als Zirkuszeltverleiher tätige Alfredo ein eigenes Programm auf die Beine.

Ein Tausendsassa ist Freddy Nock, der im April in Zürich das Seebecken auf einem Seil überquerte. Berüchtigt ist er für seine Todesradvorführungen: Wenn er mit verbundenen Augen in gefährlicher Höhe auf dem rotierenden Rad umherspringt, tritt den Zuschauern der kalte Angstschweiss auf die Stirne. Zu Berühmtheit brachte es auch Fred, das Känguru. 1996 enthüpfte es im August in Savognin, lieferte der Presse einen Monat lang Schlagzeilen, bevor es wieder eingefangen werden konnte.

Auf der Einladung für den heutigen Galaabend sind auf bullaugenrunden Bildchen die Artistinnen und Artisten abgebildet: die Chinesen, die via Trampolin von Mast zu Mast hüpfen; der portugiesische Clown Cesar Dias; das ukrainische Showorchester unter der Leitung des Schweizer Kapellmeisters Tino Aeby (früher bei Knie) und viele mehr. Doch Halt: Hier prangen auch die Gesichter von Bundesrat Ueli Maurer, Ständeratspräsidentin Erika Forster und Ex-Miss-Schweiz Stéphanie Berger. Wird der Verteidigungsminister, der häufig per Drahtesel von Münsingen nach Bern uf d’Büez fährt, mit dem Velo das Hochseil befahren? Wohl kaum, obwohl der Chef der besten Armee der Welt angesichts des knappen Budgets oft genug Hochseilakte absolvieren muss. Auch Trudi Gerster wird im Zelt erwartet. Zur 91-jährigen «Märchenkönigin» heisst es in den Presseunterlagen etwas ungeschickt, es sei «vielleicht der letzte grosse Auftritt der Schweizer Märchenkönigin». Dieses kassandrahafte Raunen wollen wir geflissentlich überhört haben. Der ebenso legendären wie unverwüstlichen Märchenerzählerin, die seinerzeit schon die Kinder an der Landi 1939 erfreute, möge noch ein langes Leben beschieden sein – ebenso wie dem Zirkus Nock.

Der Zirkus Nock gastiert bis Mittwoch, 23. Juni, auf der Berner Allmend. Ticketcorner 0900 800 800; www.nock.ch

(Der Bund)

Erstellt: 15.06.2010, 01:00 Uhr

 

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Am 17. April 2010 wird der erste Weltcircustag (World Circus Day, WCD) gefeiert

 

 

 

 

Wie man teilnimmt
Die Fédération Mondiale du Cirque koordiniert die WCD - Aktivitäten und wird auch über IHRE VERANSTALTUNG auf einer Weltkarte unter www.circusfederation.org informieren. Indem die Besucher der Website auf ein teilnehmendes Land klicken (diese Länder sind rot eingefärbt), erhalten sie nähere Auskünfte über die dort geplanten Veranstaltungen.

 

 

Folgende Verbandsmitglieder führen an diesem Tag Aktionen durch:

 

 

CONNY-LAND

 

CONNY-LAND, Connylandstrasse, CH-8564 Lipperswil (TG)

Pro bezahltem Eintritt spendet das CONNY-LAND 1 Franken an die ECA European Circus Association

 

 

 

CIRCUS HARLEKIN

 

Der CIRCUS HARLEKIN gastiert an diesem Tag in Fraubrunnen (beim Bahnhof). Beginn der Vorführung: 19.30 Uhr

Pro bezahltem Eintritt spendet der CIRCUS HARLEKIN 1 Franken an die ECA European Circus Association

 

 

 

CIRCUS ROYAL

 

Der CIRCUS ROYAL gastiert an diesem Tag in Solothurn (Baslertor). Beginn der Vorführungen: 15:00 & 20:00 Uhr

 

 

 

ZIRKUS STEY

 

Der ZIRKUS STEY gastiert an diesem Tag in Hombrechtikon auf dem Gemeindeparkplatz

Pro bezahltem Eintritt spendet der ZIRKUS STEY 1 Franken an die ECA European Circus Association und Werkzeugbau HALTER AG verdoppelt den gespendeten Betrag

 

 

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                                                                                                          Assoziiertes Mitglied der European Circus Association (ECA)

 

Samstag, 7. Januar 2009
Deutschland hat abgestimmt - GfK-Umfrage: 85,5 Prozent der Deutschen sehen gern Tiere im Circus

In ihrer Ausgabe 12/2008 veröffentlichte die Circus Zeitung die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum Thema „Tiere im Zirkus“. Die Ergebnisse sind ein eindeutiges Votum für den traditionellen Zirkus mit Tieren: 85,5% der Deutschen sehen gerne Tiere im Circus, und zwar vor allem Raubtiere, Pferde und Elefanten. Mehr als zwei Drittel lehnen ein Wildtierverbot ab. 83% halten Circus für eine tolle Abwechslung und gute Unterhaltung für die ganze Familie. Und 77% sagen: „Ein Circus ohne Tiere ist kein Circus“. Durchgeführt wurde die Umfrage Ende September 2008 von der renommierter Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) aus Nürnberg. Befragt wurden rund 2000 repräsentativ ausgewählte Männer und Frauen im Alter ab 14 Jahren. Hier nun einige ausgewählte Fragen samt detaillierter Ergebnisse.



Wie oft gehen Sie in den Circus?
Rund 85% aller Befragten waren schon einmal im Circus, rund 10% in diesem oder im letzten Jahr. Das sind immerhin gut 6,5 Millionen Menschen, wobei die Kinder ja noch gar nicht mitgezählt sind, obwohl sie natürlich einen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob und wie häufig man in den Circus geht. Fast ein Viertel aller Befragten mit Kindern im Haushalt waren in diesem oder im letzten Jahr in einem Circus, denn in den Circus geht man nicht alleine: am liebsten mit Kindern (44,9%), mindestens aber mit Freunden oder Bekannten (26,4%) oder dem Partner (24,3%).

Was gehört für Sie zu einem 'echten' Circusprogramm dazu?
Die Antworten sind eindeutig: Artisten (96,7%), Clowns (94,7%) und Tiere (86,1%). Bei den Befragten, die Kinder haben, steigt der Wert für die Tiere sogar noch auf 90,3%. Alles andere, zum Beispiel Zeltstadt und Wohnwagen (73,6%), Orchester (56,9%) oder der Geruch nach Sägemehl (48,0%), landet deutlich dahinter. Deutlich ist bei den Tieren der Unterschied zwischen ländlicher Bevölkerung (91,0%) und Großstädtern (80,7%), die entsprechend weniger Beziehung zu Tieren haben. Groß ist auch hier der West-Ost-Unterschied: 93,8% der Befragten in den neuen Bundesländern finden, dass Tiere unbedingt zu einem Circusprogramm gehören, aber „nur“ 84,2% in den Alten Bundesländern sind dieser Meinung. Aber auch das ist eine Mehrheit, von der Politiker nur träumen können!



Welche Tierarten sehen Sie gerne im Circus?
85,5% der Befragten nennen spontan mindestens eine Tierart, nur 14,5% beharren darauf, wirklich keine Tiere im Circus gern zu sehen. Und welche Tiere sehen die Menschen wohl am liebsten? Löwen, Tiger und andere Raubtiere (68,4%), Pferde (62,8%) und Elefanten (60,5%) sind die eindeutigen Favoriten, Kamele, Lamas und andere Exoten (33,8%) oder Hunde und andere Haustiere (25,9%) können da noch lange nicht mithalten. Auch hier steigen die Werte noch einmal, sobald Kinder im Haushalt sind. Dann sehen sogar 88,9% der Befragten gerne Tiere im Circus. Erkennbar hoch ist die Ablehnung von Tieren im Circus nur bei denjenigen, die noch nie im Circus waren. Aber das sind ja zum Glück nur 15,5% der Befragten.

Darüber hinaus wurden die Befragten mit 14 Äußerungen über Circus und Tiere im Circus konfrontiert und gefragt, ob sie diesen zustimmen oder nicht. Auch hier ist das Ergebnis eindeutig: Allen Statements, die sich positiv über Tiere im Circus äußern, wird mit großer Mehrheit zugestimmt, während alle kritischen Äußerungen mit ebenso großer Mehrheit abgelehnt werden. Die Aussagen im einzelnen:

- 86,5% Zustimmung - „Es ist schön, wenn Kinder im Circus Tiere aus nächster Nähe erleben können“
- 83% Zustimmung - „Circus ist einfach eine tolle Abwechslung und gute Unterhaltung für die ganze Familie“
- 77,1% Zustimmung - „Ein Circus ohne Tiere ist kein Circus“
- 76,8% Zustimmung - „Es ist gut, im Circus zu erleben, wie harmonisch Menschen und Tiere miteinander auskommen können“



Ebenso hoch ist die Ablehnung der Positionen sogenannter Tierrechtler. Lediglich 14,0% der Befragten stimmen voll und ganz zu, Haltung und Vorführung von Wildtieren im Circus grundsätzlich zu verbieten. Nicht weniger als 76,4% der Befragten sind nämlich der Meinung „Tieren im Circus geht es gut, wenn alle Vorschriften eingehalten werden“.

 

Quelle: Circus Zeitung 12/2008 (Artikel als PDF-Datei zum Download)

 

 

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Konkurrenz für Krone

Zirkus Ringling wagt Sprung nach Europa  (Quelle: Financial Times Deutschland www.ftd.de)

von Gerhard Hegmann (München)

In die europäische Zirkusbranche kommt Bewegung. Erstmals seit gut 100 Jahren wird der größte US-Zirkuskonzern Ringling Brothers and Barnum & Bailey zu Gastspielen nach Europa kommen. - und dem Zirkus Krone Konkurrenz machen.

Dies bestätigte der US-Unterhaltungskonzern Feld Entertainment, zu dem Ringling seit rund 40 Jahren gehört, auf Anfrage. Zu Details könne noch nicht Stellung genommen werden. Derzeit würden die genaue Route und der Programmablauf geplant, heißt es bei Feld. In Internetforen wird spekuliert, dass der Großzirkus im Herbst nach Italien kommt. Angeblich sind bei einer viermonatigen Tournee auch Vorstellungen in Deutschland, Frankreich, Belgien und Spanien geplant.

Eine Aufführung des größten US-Zirkuskonzerns Ringling Brothers and Barnum & Bailey
Eine Aufführung des größten US-Zirkuskonzerns Ringling Brothers and Barnum & Bailey
© 2009 Financial Times Deutschland, © Getty Images

Für Ringling und den dahinterstehenden privaten US-Konzern Feld Entertainment wäre die Europatour ein weiterer Expansionsschritt. Feld versteht sich als weltgrößter Anbieter von Liveunterhaltung und erwarb Ringling schon 1967. Zwischen 1971 und 1982 gehörte der Zirkus für ein Jahrzehnt zum US-Spielwarenkonzern Mattel, wurde dann von Feld aber wieder zurückgekauft. In jüngster Zeit erweiterte Ringling sein Angebot durch einen dritten Zirkus mit eigenem Programm. Alle drei Ringling-Zirkusse touren parallel durch die US-Staaten. Neben der Zirkussparte vermarktet Feld auch Eisshows und -musicals von Disney-Produktionen. Zudem erweiterte Feld im September 2008 sein Spektrum und kaufte den US-Anbieter Live Nation Motor Sports, einen Spezialisten für spektakuläre Autoshows. Die Deutsche Bank unterstützte den Kauf. Durch die jüngsten Zukäufe rechnet Feld jetzt mit jährlich über 30 Millionen Besuchern in gut 5000 Vorstellungen in 55 Ländern. Wirtschaftliche Eckzahlen publiziert Feld nicht.

Eine Europatour des US-Zirkus Ringling könnte einen Weckruf für den eher zersplitterten europäischen Zirkusmarkt bedeuten. Bislang sind kaum außereuropäische Zirkusse in Europa vertreten. Die asiatischen Programme und Künstler werden häufig durch europäische Veranstalter gemanagt. Aus Übersee gastiert bislang nur das kanadische Zirkusunternehmen Cirque du Soleil regelmäßig mit Programmen in Europa. Während der Cirque du Soleil auf Tiere und Sägemehl in der Manege verzichtet, sind beim US-Zirkus Ringling Tiernummern noch immer fester Bestandteil jedes Programms. Von den größeren traditionellen europäischen Zirkusunternehmen wie Knie (Schweiz), Krone (Deutschland) oder Pinder (Frankreich) gastierte seit Jahrzehnten keines mehr in Amerika. Größter europäischer Zirkus ist nach eigenen Angaben das Unternehmen Krone aus München, an dessen Spitze die 72-jährige Christel Sembach-Krone steht. Die europäischen Zirkusunternehmen beschränken sich überwiegend auf Vorstellungen innerhalb der eigenen Landesgrenzen.

 

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Zur Pause gezwungen (Quelle: www.azonline.ch)
 


Das ist aussergewöhnlich: Drei Monate nach dem Tourneestart 2008 ist der Circus Nock ins Winterquartier in Oeschgen zurückgekehrt. Wegen der Euro 08 kann das zweitgrösste Schweizer Zirkusunternehmen dieses Jahr in der Bundeshauptstadt kein Gastspiel geben.

In der über 140-jährigen Geschichte des Nock als des zweitgrössten Zirkusunternehmens und zugleich ältesten Zeltzirkus der Schweiz, dürfte diese vorsommerliche Zwangspause während der diesjährigen Tournee eine absolute Premiere sein. Verena Nock jun. meint: «Diese Situation darf wirklich als aussergewöhnlich bezeichnet werden.» Damit spricht sie den Grund an, warum der traditionelle Tournee-Zwischenhalt des Zirkus in der Bundeshauptstadt Bern dieses Jahr ausfallen musste: «Der Platz, der uns sonst jedes Jahr auf der Berner Allmend zur Verfügung steht, ist wegen der Euro 08 belegt.»

Keine Subventionen

Oder anders gesagt hat der Circus Nock einen nicht unwesentlichen Ausfall zu verkraften, zumal Bern alljährlich zu den umsatzmässig besten Tourneeorten zählt. Zudem müssen die gegen 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Vielzahl von Tieren tagtäglich verpflegt und betreut werden, ob es nun in den Zirkuskassen klingelt oder eben nicht.

So werden beispielsweise allein im Stall täglich 500 Kilo Stroh, 270 Kilo Heu, 160 Kilo Kraftfutter, mehrere Kilo Früchte, Gemüse und hartes Brot sowie 100 Kilo Fleisch benötigt beziehungsweise verfüttert. Verena Nock: «Wir bekommen, anders als gelegentlich behauptet wird, von keiner Seite irgendwelche Subventionen.»

So betrachtet war es naheliegend, die auferlegte Zwangspause im Winterquartier in Oeschgen zu verbringen, anstatt an einem anderen Ort teure Platzmieten zu bezahlen. Natürlich findet es auch Verena Nock schön, «dass die Euro 08 in unserem Land stattfindet», gibt aber gleichzeitig zu bedenken, «dass es Unternehmen gibt, die nicht unbedingt von diesem Grossanlass profitieren können.»

Bald wieder Aufbruch


Während der Zwangspause im Winterquartier liegen die Artisten natürlich nicht einfach in der Sonne, sondern es wird täglich hart und seriös trainiert. Zudem wird vorwärtsgeschaut, wie Verena Nock erklärt: «Kommende Woche brechen wir Richtung Ostschweiz auf, und wir werden am 27. Juni in Wil erstmals nach der Pause wieder auftreten.»

Zudem freue sich die grosse, aus immerhin zwölf Nationen bestehende Zirkusfamilie bereits auf das 20 Tage dauernde Herbst-Gastspiel in Basel: «Dort fühlen wir uns jeweils so richtig wohl und zu Hause.» (mz/hot/dge)

 

 

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Die Bundesversammlung - Das Schweizer Parlament (Datum 2.6.2008)

 

Schweizer Zirkusse. Quo vadis?

 

08.5164 - Fragestunde. Frage
Schweizer Zirkusse. Quo vadis?
Eingereicht von  Haller Ursula
Einreichungsdatum 02.06.2008
Eingereicht im Nationalrat
Stand der Beratung Erledigt
  Eingereichter Text
  Primär wegen der hohen und weiter ansteigenden Treibstoffpreise und der hohen Fahrzeuggebühren ist die finanzielle Situation bei den Unternehmen des Schweizerischen Zirkusverbandes äusserst prekär geworden. Einige der ältesten und traditionsreichsten Zirkusunternehmen der Schweiz überlegen sich bereits ernsthaft, ihre Tourneen für dieses Jahr einzustellen oder doch zumindest zu reduzieren.
Ist sich der Bundesrat dieser Tatsache bewusst?
Besteht die Möglichkeit, wenigstens temporär auf eine finanzielle Erleichterung oder Rückerstattung bei den Fahrzeuggebühren hoffen zu dürfen?
 

 

Nationalrat - Sommersession 2008 - Sechste Sitzung - 02.06.08-14h30
Conseil national - Session d'été 2008 - Sixième séance - 02.06.08-14h30
 
08.5164
Fragestunde.
Frage Haller Ursula.
Schweizer Zirkusse.
Quo vadis?
Heure des questions.
Question Haller Ursula.
Cirques suisses.
Quo vadis?
 
Einreichungsdatum 02.06.08
Date de dépôt 02.06.08
Merz Hans-Rudolf, Bundesrat: Treibstoffe unterliegen, ich habe das vorhin ausführlich erklärt, der Mineralölsteuer und dem Mineralölsteuerzuschlag. Benzin wird mit 73,12 Rappen je Liter belastet, Dieselöl mit 75,87 Rappen. In beiden Fällen sind 30 Rappen Mineralölsteuerzuschlag eingeschlossen.
Steuerbegünstigungen, das ist ja der Kern der Frage, sind vorgesehen in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei und für die konzessionierten Transportunternehmungen. Für die Fahrzeuge von Zirkussen fehlt leider die gesetzliche Grundlage. Aber immerhin ist anzumerken, dass für die Generatoren zur Stromerzeugung, und solche werden in Zirkussen benötigt, Heizöl und Dieselöl zum begünstigten Steuersatz verwendet werden dürfen. Davon profitieren die Zirkusse. Die Mineralölsteuer beträgt hier in beiden Fällen nur 0,3 Rappen je Liter.
Bei der Schwerverkehrsabgabe, das ist das zweite Gebiet, werden die Schweizer Zirkusse bereits heute weitgehend begünstigt; begünstigt dadurch, dass Wohnanhänger sowie Anhänger für Zirkusse, die ausschliesslich Zirkusmaterial transportieren, heute schon gänzlich von der Schwerverkehrsabgabe befreit sind. Die Zugfahrzeuge, meist Traktoren, unterliegen auch einer reduzierten und sogar pauschalen Abgabe, und diese wird von den kantonalen Strassenverkehrsämtern erhoben.
Das Subventionsgesetz bestimmt andererseits, dass auf Finanzhilfen im Form von steuerlichen Vergünstigungen in der Regel zu verzichten sei. Deshalb glauben wir, dass die bestehenden Begünstigungen heute schon eine besondere Behandlung der Schweizer Zirkusse darstellen.
 
Haller Ursula (V, BE): Herr Bundesrat, Sie haben vorhin richtigerweise gesagt, dass die Landwirtschaft von gewissen Erleichterungen profitiert. Man könnte auch sagen, die Landwirtschaft ist wichtig, nicht zuletzt und zum Schluss, um der Bevölkerung die Mägen zu füllen. Sind Sie wenigstens mit mir einig, dass die Zirkusse als Kulturgut wichtig sind, um unser Herz und unsere Seele zu erfreuen?
 
Merz Hans-Rudolf, Bundesrat: Darin gehe ich mit Ihnen vollkommen einig. Ich liebe die Zirkusse. Ich bezweifle allerdings, dass die Zirkusse wegen der Benzinpreise, wie Sie in Ihrer Frage suggeriert haben, ihren Betrieb streichen müssen. Das würde ich mir gar nicht wünschen. Ich glaube, den Zirkussen geht es nach wie vor nicht schlecht.
 

 

 

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27. Dezember 2007, 21:16 – Von Stefan Häne (Tagesanzeiger)

 


Ein letzter Applaus für den Zirkusdirektor

 


Verwandte und Freunde nahmen gestern Abschied von Conny Gasser. Die Trauerfeier fand dort statt, wo der Conelli-Gründer berühmt wurde: im Zirkus.


Trauerfeier im Zirkuszelt mit Herbi Lips.                        Reto Oeschger
 
Am Ende marschierten sie alle, Artisten, Sänger und Künstler, mit Kerzen in den Händen in die Manege, stellten sich um die Urne und den blumengeschmückten Altar im Kreis auf und nahmen Abschied von ihm: Conny Gasser. Der Vater des Circus Conelli war letzte Woche während einer Operation überraschend an einem Herzversagen verstorben.

Es war dies einer von mehreren bewegenden Momenten während der rund einstündigen Trauerfeier, die an einem aussergewöhnlichen Ort stattfand – im sternenbunten Conelli-Zirkuszelt auf dem Bauschänzli. Gaston und Roli, die beiden Clowns, gaben mit einer singenden Säge ein letztes Ständchen. Stimmgewaltig sang der Entertainer Pino Gasparini ein letztes Lied. Applaus brandete im übervollen Zirkuszelt auf – eine letzte Standing Ovation für den Zirkusdirektor.

«Conny, wir vermissen dich!»


Genauso aussergewöhnlich wie die Lokalität war die Feier: eine Mischung aus Tränen der Trauer und Tränen der Freude. Freude darüber, «einen Menschen wie ihn kennengelernt zu haben», wie es Conelli-Kodirektor Herbi Lips in einer Hommage an seinen verstorbenen Freund und Geschäftspartner formulierte. «Conny war ein einzigartiges Multitalent, es gab nichts, was er nicht konnte.» Dank seines Charismas und Humors habe er sich überall beliebt gemacht. Der Circus Conelli lebe im Sinne von Conny Gasser weiter, versprach Lips, die «hohe Messlatte» werde auch künftig nicht unterschritten. Zuversichtlich sollte sein Ausblick in die Zukunft klingen, und so klang er auch. Und trotzdem war fühlbar, dass der Tod Gassers Herbi Lips schwer getroffen hat. Deutlich wurde dies etwa, als seine Stimme während der Rede stockte, für einen Augenblick gar fast verstummte. Er sei sehr, sehr traurig, sagte Lips. «Conny, wir lieben dich! Conny, wir vermissen dich!»



Roby, der Sohn von Conny Gasser, sprach nur kurz – nicht grundlos. Sein Vater habe ihm gesagt, man solle, wenn er dereinst sterben werde, nicht zu viel «schnurre, sondern liäber öpis ässe und trinke».
 


Würdigung von Katharina Hoby


Mit ihren Worten sprachen Herbi Lips und Roby Gasser den Trauergästen aus dem Herzen. Zahlreich waren sie erschienen, Verwandte und Freunde, Bekannte und Fans – aus Frankreich, England, den USA und anderen Ländern, «aus allen Zirkussen dieser Welt», wie die Pfarrerin Katharina Hoby sagte. Niemand werde Gasser je vergessen. Ein Gedenkstein im Freizeitpark Conny-Land in Lipperswil werde künftig an ihn erinnern.

Pfarrerin Hoby verstand es, mit einer einfühlsamen, wortgewandten Rede das Leben Gassers in all seinen Facetten zu würdigen. Sie erzählte davon, wie Gasser 1938 während einer Nachmittagsvorstellung in einem Wagen des elterlichen Circus Royal zur Welt kam. Wie der einzigartige Entertainer schon als Kind alle zum Lachen brachte, als er im Handstand ins Schulzimmer hereinspazierte. Wie der charmante Jüngling sich mit 18 Jahren auf den ersten Blick in die Artistin Gerda, seine spätere Frau, verliebte. Wie der geistreiche Visionär das Conny-Land «mit eigenen Händen Stein um Stein» zu bauen begann. Wie der talentierte Pionier Delfine für seine Shows nach Europa brachte. Wie der künstlerisch Hochbegabte seinen grossen Traum verwirklichen konnte: die Lancierung eines Winterzirkus mitten in Zürich.

Zuletzt jedoch, sagte Pfarrerin Hoby, sei Conny Gasser müde geworden. Während einer Probe habe er jüngst einen Zusammenbruch erlitten. Als ob er den nahenden Tod gespürt hätte, habe er unter Tränen gesagt, er könnte nicht mehr, er sei am Ende.
 

 

 

 

 

 

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Verband Schweizer Zirkusunternehmen

Association Suisse des Cirques

 

18.Dezember 2007   

 

 

Conny Gasser ist nicht mehr!

 

Mit grosser Trauer haben wir die unfassbare Nachricht vernommen, dass 

der Gründer des Bodensee-Familienparks „CONNY-LAND“ und des Weihnachtscircus „CONELLI“ in den frühen Morgenstunden des 18. Dezembers 2007 verstorben ist. Die gesamte Zirkuswelt hat damit eine einmalige Persönlichkeit verloren.

 

Conny Gasser stammt aus einer jahrhundertealten Zirkusdynastie, die er zusammen mit seiner Frau Gerda, seiner Familie, Kindern und Enkeln weiter zu weltweitem Ruhm und Ehren aufgebaut hat.

 

Im Schweizerischen Zirkusverband, der im Oktober 2002 gegründet wurde, brachte Conny Gasser sein grosses Wissen und Können als Vizepräsident ein. Wir verlieren mit ihm nicht nur einen Mitstreiter, sondern vor allem einen lieben Freund, auf den man sich in jeder Situation verlassen konnte.  Er hatte fast für jedes Problem eine Lösung.

 

Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Seinen Hinterbliebenen versichern wir, dass wir Conny dankbar sind, für all das was er getan hat. Ein deutsches Sprichwort sagt: „Im Abschied ist die Geburt der Erinnerung“.

 

André Givel, Geschäftsführer VSZ – Conny war seit über 40 Jahren mein und meiner Frau bester und liebster Freund!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Aargauer Zeitung / MLZ; 02.11.2007; Seite 17

Aargau

2007 macht Mut, 2008 braucht Mut

Zirkusse Das Fussball-Zwischenjahr hat wirtschaftliche Erleichterung gebracht


Das Live-Erlebnis gilt wieder mehr in der Unterhaltungsbranche. Tatsächlich haben auch «Medrano», «Monti» und «Nock» 2007 grösseren Zulauf gespürt als letztes Jahr › und wissen selbst nicht immer ganz genau, warum.

«Monti» und «Nock» sind seit dieser Woche im Winterquartier in Wohlen beziehungsweise Oeschgen. Der «Medrano» ist schon seit letzter Woche auf seinem provisorischen Platz in Kleindöttingen. Die dominierende Stimmung: müde, aber glücklich. Müde von 250 bis 300 Vorstellungen, glücklich wegen des Publikumszuwachses.

Gut fünf Prozent im Plus ist der «Monti», wo man schon mit der letzten Saison zufrieden war › und langfristig eine leicht positive Tendenz feststellt. Gegen 15 Prozent lag der «Medrano» über dem letzten Jahr und hat damit den Konkurs Anfang 2006 einigermassen überwunden. Auch die «Nock»-Bilanz ist eindeutig besser als im letzten Jahr Er ist mit gut 90 Saisonangestellten der Grosse der drei, «Medrano» mit 30 der Kleine. Beim «Monti» reisen gut 60 Personen mit.

Nicht mit der Konjunktur

Gemeinsam ist den dreien die Feststellung: Das Zirkusgeschäft ist immer ein Auf und Ab und so ganz eindeutig sind die Gründe oft nicht. Anhaltspunkte gibt es aber schon.

› Die Konsumentenstimmung: Es wird mehr Geld ausgegeben. Doch das allein kann es laut «Monti»-Direktor Johannes Muntwyler nicht sein: «Unsere Zuschauerzahlen folgen keineswegs immer dem Konjunkturverlauf.» Konkrete Zahlen nennt niemand und kenne man auch in der Branche von der Konkurrenz nicht.

› Das Wetter: Es darf nicht zu nass und nicht zu heiss sein. Die vielen schönen Wochenenden waren für die Zirkusse mittelprächtig.

› Die Werbung: «Wir machen massiv mehr Öffentlichkeitsarbeit», so Muntwyler. «Und das zahlt sich auch aus.» Der «Medrano» hat laut Christian Urech eher zurückgeschraubt: «Wenn wir in Muri sind, bringen Plakate in Wohlen für uns nichts.» Sowohl bei den eher klassischen «Nock» und «Medrano» mit ihren vielen Tieren wie beim poetischeren «Monti» gilt: Wichtigs- tes Werbemittel ist ein gutes Programm.

› Die Konkurrenz: Die Nachfrage nach Standplätzen sei stabil, heisst es in Baden. In Aarau re- gistriert man mehr Anfragen, vor allem von kleineren Truppen. Häufiger kommen die aus dem Ausland, aber diese europäische Freizügigkeit schlägt in beiden Richtungen kaum in die Manege durch. Zu wichtig sind offenbar Bekanntheit und die guten Standplätzen.

Rund 20 Zirkusse sind in der Schweiz unterwegs, sagt André Grivel vom Verband Schweizer Zirkusunternehmen. Christian Urech: «Man merkt schon, dass es etwas weniger sind als noch vor einigen Jahren.» Viele der neueren Zirkusse gehen › wie «Monti» und «Medrano» › auf die 80er-Jahre zurück. «Diese Gründungswelle hat der Branche gut getan», so Johannes Muntwyler.

Offen bleibt, ob es die oft beschriebenen rosigen Zeiten davor je gab. Verena Nock senior sagt nach der 147. Saison: «Zirkus war immer ein hartes Busi- ness. Aber es ist schon schwieriger geworden: Die Leute sind heute anspruchsvoller.»

2008 wird hart

Die Zirkussaison 2007 hat nun immerhin Mut gemacht, die Saison 2008 hingegen braucht Mut: Die Euro-08-Fussballer drohen den Clowns die Schau zu stehlen. «Das haben wir schon mit der WM 2006 erlebt: An einigen Tagen hätten wir gut schliessen können», sagt Verena Nock. Dazu kommen praktische Probleme: «An einigen traditionellen Standplätzen heisst es, nächstes Jahr stehe da eine Fanmeile.» Die Nocks überlegen sich darum, wie der «Medrano» schon 2007, eine Sommerpause einzulegen.

Die Euro 08 wird ein Ende haben, die Sorgen der Zirkusse eher nicht. André Givel erwartet, dass einige Betriebe nicht überleben werden. Johannes Muntwyler sieht die Konkurrenz positiv: «Die Qualität steigt, wenn sich alle richtig anstrengen müssen.» Und fügt an: «Beim Zirkus ist nicht alles mit Geld zu machen.»


Europäische Vorschriften, Schweizer Kosten

Winterquartier heisst nicht Winterpause: «Wir fahren beispielsweise ständig mit irgendeinem Fahrzeug in die Motorfahrzeugkontrolle», sagt Johannes Muntwyler. Alle Zirkusfahrzeuge müssen jährlich in die MFK. «Das gilt in Deutschland auch, aber dort bezahlen Zirkusse weder Motorfahrzeugsteuern noch Maut.» Das ist ein Beispiel für die vergleichsweise unfreundlichen Rahmenbedingungen, die sich in den letzten Jahren noch verschlechtert hätten. André Givel: «Wo man einen Transformator hinstellt, einen Zaun macht, Plakate aufhängt › alles ist genau vorgeschrieben und kostet häufig.» Die Pensionskassenpflicht für die Saisonangestellten wurde verschärft und Verena Nock gibt zu bedenken: «Erklären Sie einem Artisten aus der Mongolei, warum wir AHV, IV, ALV und UVG bezahlen müssen.» Wo doch der Artist zum Saison- ende die Schweiz wieder verlässt und die Zirkusse überhaupt viel in Eigenregie erledigen: «Um die Schule für die Kinder kümmern wir uns ja beispielsweise selber.» André Givel hat darum letztes Jahr versucht, bei den eidgenössischen Parlamentariern die Vorstellung von Zirkussubventionen beliebt zu machen. Das Problem: «Der Zirkus ist anders als in Europa nicht als Kulturgut anerkannt.» Givel hat die Hoffnungen aber nicht aufgegeben: «Manche Zirkusfamilien sind seit Jahrhunderten im Geschäft, da geht nicht immer alles so plötzlich.» (ph)
 

 

 

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Seco "Bewilligungsvoraussetzungen für Schausteller und Zirkusse"

 

Blaise SANGLARD, Sachbearbeiter im Ressort Recht des Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in Bern hat uns folgende Mitteildung zugestellt:

 

Ab heute finden Sie auf der Webseite des SECO über Reisendengewerbe die Liste der Personen, welche berechtigt sind, bei akkreditierten und anerkannten Inspektionsstellen die Sicherheitsnachweise zu erstellen und zu unterzeichnen:

 

http://www.seco.admin.ch/themen/00645/00655/index.html?lang=de

(siehe "Liste der akkreditierten oder anerkannten Inspektionsstellen" unter:

 

"Bewilligungsvoraussetzungen für Schausteller und Zirkusse"

 

  

Adresse des seco in Bern:

 

Effingerstrasse 1

CH-3003 Bern

Tel. ++41 31 324 08 09

Fax ++41 31 324 09 56

E-mail   blaise.sanglard@seco.admin.ch

Internet  www.seco.admin.ch

 

 

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"Ein Zirkus um den Zirkus" Liechtensteiner Vaterland

Rund 40 Transportwagen rollen in Richtung Schaaner Industriegebiet: Der Zirkus Medrano gastiert bis Montag im alten Riet. Nach einem kleineren Zirkus um den Zirkus darf Medrano anschliessend auch bis Mittwoch in Triesen gastieren.

Von Bettina Frick

«Tempo, Tempo», ruft Zirkusdirektor Urs Strasser seiner Zirkuscrew lachend zu und klopft einem Arbeiter in grünem Anzug und blauer Zipfelmütze auf die Schultern. Dieser scheint trotz Schwerstarbeit bester Laune zu sein. Pfeifend reiht er mit seinen Kollegen die schweren Eisenstangen aneinander, welche schliesslich die Tribüne bilden. Kurz verzieht sich sein Gesicht, bis ihm sofort sein Kollege zur Hilfe kommt, und sie die Eisenstange gemeinsam am Grundgestell befestigen. Dann spitzt er aber sofort wieder seine Lippen und pfeift fröhlich weiter. Seit sieben Uhr morgens sind das Personal und die Artisten mit dem Zeltaufbau im alten Riet hinter der Ivoclar in Schaan beschäftigt. Viel Schlaf war ihnen die Nacht zuvor aber allen nicht vergönnt: Nach ihrem Gastspiel in Altstätten bauten sie das Zirkuszelt ab, fuhren mit den 20 Lastwagen mit Anhängern und 20 Autos mit Caravananhängern nach Schaan und bauten bis Mitternacht noch den Stall auf.

Absage bereitet Sorgen

Offensichtlich sind die Zirkusmenschen den Stress aber gewohnt. Urs Strasser steht in der soeben aufgebauten Manege und lächelt. Doch eigentlich ist ihm zum Lachen gar nicht zu- mute. Vor wenigen Minuten teilte ihm der Sportplatzabwart von Triesen mit, dass es von Montag bis Mittwoch nicht zum geplanten Gastspiel in Triesen kommen kann: Während das Zelt in Schaan auf einem Kiesplatz aufgebaut werden kann, steht in Triesen lediglich ein Fussballplatz zur Verfügung. Auf diesem liegt derzeit eine zehn Zentimeter dicke Schneedecke. Deshalb befürchtet der Platzabwart, dass der Rasen zu stark darunter leiden würde. Dafür zeigt Urs Strasser Verständnis. Sorgen machen ihm allerdings die Einbussen: «Das zusätzliche Platzgeld für Chur, sofern wir überhaupt früher als geplant kommen dürfen, sowie der Verlust der drei Vorstellungen in Triesen kosten uns rund 10 000 Franken.» Das ist für den Zirkus viel Geld, ein halbes Wochenbudget. Vor allem der schulfreie Mittwochnachmittag hätte dem Zirkus Einnahmen gebracht.

Keine rosigen Zeiten

Dies in einer Zeit, in denen es mittelgrossen Zirkusbetrieben wie Medrano nicht leicht fällt, sich finanziell über Wasser zu halten. Auch die Prognosen stehen nicht gut: «Es wird immer schwerer, der Zirkus wird regelrecht verdrängt», sagt Urs Strasser traurig in seinem büroähnlichen Zirkuswagen. Viel Platz bietet der Wagen nicht und manchmal fühlt es sich auf dem Bürostuhl ziemlich wackelig an. Dennoch ist es zwischen aufgestapelten Programmhelften, aneinandergereihten Ordnern und aufgehängten Ansichtskarten ganz gemütlich. «Einerseits ist das Angebot an verschiedensten Grossveranstaltungen enorm gestiegen, andererseits fehlt die Altersklasse junger Menschen von circa zwölf bis zwanzig Jahren», erzählt der Zirkusdirektor weiter. Seit dreissig Jahren ist es Urs Strasser aber gelungen, den Zirkus zu erhalten. «Wir müssen uns eben einschränken und sparen.» Zusätzliche Einnahmen gibt es für den Zirkusbetrieb von Gastauftritten mit Tieren bei anderen Zirkussen sowie für Privatveranstaltungen, bei denen die Besucher Kulinarisches mit Zirkusgenuss kombiniert geniessen können. «Dieses Geld brauchen wir allerdings wieder für den Saisonstart», sagt Urs Strasser. Dann müssen unter anderem die Wagen vorgeführt sowie Plakate gedruckt werden. Viel bleibt da nicht übrig.

Wegen Zirkus geschwänzt

Neben vielen schönen Momenten gehört der finanzielle Kampf eben zu den Tiefen beim Zirkus. Dennoch könnte Urs Strasser nicht ohne ihn sein. Bereits als Kind beeindruckte ihn der Zirkus. «Wenn auf meinem Schulweg ein Zirkuszelt stand, musste ich mir das Gelände mit allem Drum und Dran immer genau ansehen und habe dabei ganz vergessen, in die Schule zu gehen», erinnert sich Urs Strasser. Er schmunzelt. Es scheint, als ob er für ein Weilchen in seinen Kindheitserinnerungen schwelgt – bis es in seiner Jackentasche klingelt. Urs Strasser kramt sein Mobiltelefon heraus und nimmt ab. «Drei Erwachsene und zwei Kinder», wiederholt er und notiert sich die Reservation. Kaum aufgelegt klingelt es erneut – eine Schulklasse meldet sich an. «Scheint gut zu laufen», sagt er. «Wenigstens das.»
Wie und wann hat er aber nun seinen Kindheitstraum vom Zirkus verwirklicht? «Meine Eltern wollten mich nicht einfach so gehen lassen und ich habe eine Berufslehre angefangen», erzählt er. Inmitten seiner Berufslehre konnte er Kontakte mit einem deutschen Zirkus knüpfen. Zwar schloss er seine Berufslehre noch ab, dann zog es ihn aber schnurstracks nach Deutschland in den Zirkus. «Meine Eltern fuhren mich in den Schwarzwald, wo der Zirkus gastierte. Wir liefen den Wohnwagen entlang und beim allerletzten durfte ich einziehen. Als meine Mutter den Wagen von innen sah, hatte sie Tränen in den Augen. Das fahrende Zimmer sah natürlich nicht aus wie zu Hause.»

Unbegrenzte Faszination

Fünf Jahre lang arbeitete Urs Strasser in Deutschland, fünf Jahre reiste er mit einem Schweizer Zirkus mit. Dann baute er seinen eigenen auf: Den Zirkus Medrano. Was ihn am Zirkusleben fasziniert, kann Urs Strasser gar nicht so genau beantworten. «Es sind die Tiere, das Reisen, einfach alles, was zum Zirkus gehört», sagt er. Trotzdem gibt es manchmal Dinge, die der Zirkusdirektor vermisst. Das ist zum Beispiel eine Badewanne oder eine schöne Dusche. Dies falle ihm aber erst auf, wenn er bei seiner Freundin ist, die nicht beim Zirkus arbeitet. Obwohl Urs Strasser sehr am Zirkus hängt, hat sich der 61-Jährige auch schon Gedanken über ein Leben ohne den Betrieb gemacht. «Ich kann mir vorstellen, verschiedenste Tiere zu dressieren und mit ihnen in Zirkussen aufzutreten.» So ganz wird Urs Strasser das Zirkusleben also nie loslassen. Bereits heute arbeitet er täglich mit Tieren. Bei dieser Arbeit sei das Abschalten besonders wichtig: «Bin ich genervt und verhalte mich auch dementsprechend, merken das die Tiere und dann geht überhaupt nichts mehr.» Der Gang zur Manege bedeutet für Urs Strasser also, für zwei Stunden in eine lustige, atemberaubende und faszinierende Welt einzutauchen, in der es weder Stress noch Probleme gibt.

Romantische Grossfamilie ade

Seine Liebe zum Zirkus verlor Urs Strasser nie – Veränderungen hat er allerdings in den vergangenen dreissig Jahren jede Menge erlebt. «Die Zirkuscrew ist nicht mehr die romantische Grossfamilie, die sie mal war», bedauert er. Auf allen Wohnwagen sind Satellitenschüsseln montiert und die Artisten ziehen es einem gemütlichen Hock oft vor, fernzusehen. So können sich die Artisten und das Helferpersonal aus Rumänien, Marokko, Russland, der Ukraine und Schweiz stets informieren, was in ihrem Heimatland passiert. «Das verstehe ich», sagt Urs Strasser. «Schliesslich bedeutet dies nicht, dass wir keinen guten Kontakt zueinander haben.» Die Zeiten hätten sich eben geändert.
In der Zwischenzeit ist die Tribüne fast schon montiert. Schliesslich findet heute um 14 Uhr auch schon die erste Vorstellung statt. Artisten und das Helferpersonal packen noch immer kräftig mit an – und haben offensichtlich alles im Griff. Dies stellt den Zirkusdirektor zufrieden. Einen Wunsch hat er dennoch: «Ich wünsche mir, dass wir bei unseren Vorstellungen so viele Besucher begrüssen dürfen, dass wir den finanziellen Verpflichtungen nackommen können.» Das sind pro Woche zirka 1200 Zuschauer.

Wunder geschehen

Auch im Zirkus geschehen Wunder, die weder mit Zauberei noch mit Magie etwas zu tun haben. Vielmehr ist es der Triesner Gemeindevorsteher Günther Mahl, der das Wunder geschehen lässt. Trotz schlechter Wetterverhältnisse entscheidet er kurz nach Mittag doch noch, den Zirkus Medrano von Montag bis Mittwoch in Triesen willkommen zu heissen. «Der Rasen wird wahrscheinlich darunter leiden. Zirkusbetriebe sind aber wirklich nicht auf Rosen gebettet, und so möchten wir dem Medrano entgegenkommen, zumal wir zuvor bereits zugesagt haben», sagte Günther Mahl auf Anfrage. Urs Strasser kann es kaum fassen, er ist überaus glücklich. «Einfach wird es nicht, das Zelt auf solch einer dicken Schneedecke aufzustellen», gibt er zu Bedenken. «Schliesslich wollen wir den Rasen nicht kaputt machen und versuchen so sorgfältig wie möglich damit umzugehen. Zum Beispiel müssen so viele Fahrzeuge wie möglich rundum platziert werden», sagt er. «Wir geben unser Bestes!»
Solch ein Zirkus um den Zirkus, dem es immer wieder gelingt, Kinder wie auch Erwachsene zum Lachen zu bringen, ins Staunen zu versetzen und sie einen Abend lang zu verzaubern.

 

 

 

 

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"Das Geschäft mit dem Weihnachtszirkus läuft gut" 22. November 2006, Neue Zürcher Zeitung

Conelli, Salto Natale und Roncalli

fsi. Derzeit buhlen einmal mehr drei vorweihnächtliche Zirkus- und Showprogramme um die Gunst des Zürcher Publikums: der mit seinen 24 Jahren bereits traditionelle Weihnachtszirkus Conelli auf dem Bauschänzli in Zürich, die Weihnachtsshow Salto Natale in Kloten und der Zirkus Roncalli beim Glattzentrum in Wallisellen. Das ist nicht wenig Konkurrenz über einen Zeitraum von nur gerade zwei Monaten. Doch alle drei Unternehmen sprechen schon jetzt von guten Billettverkäufen.

Der Vorverkauf für die Galavorstellungen mit Essen sei das ganze Jahr über sehr gut - und besser als in den vergangenen Jahren - gelaufen, gibt zum Beispiel Herbi Lips vom Zirkus Conelli zu Protokoll. Dies lasse sich wohl als Hinweis auf einen besseren Gang der Wirtschaft interpretieren. Auch die Billette für die normalen Vorstellungen seien sehr begehrt. «Aber natürlich sind wir noch lange nicht ausgebucht; schliesslich hat der Vorverkauf erst angefangen.» Doch es zeichne sich eine erfolgreiche Spielzeit ab.

Auch bei der Weihnachtsshow Salto Natale hat sich der Vorverkauf laut dem Pressesprecher Patrick Capeder vielversprechend angelassen. Seit einigen Tagen laufen die Vorpremieren der Show von Rolf und Gregory Knie, die dieses Jahr den Schweizer Komiker Marco Rima als Zugpferd angeheuert haben. Die Reaktionen des Publikums und die Nachfrage nach Billetten sind laut Capeder so gut, dass man bereits vor der offiziellen Premiere vom Donnerstagabend für den Dezember Zusatzvorstellungen angesetzt hat.

 

Verhaltener Anfang beim Neuling

Bleibt der Neuling unter den drei Zürcher Winterzirkussen: 30 Jahre nach seiner Gründung gastiert der deutsche Zirkus Roncalli zum ersten Mal in der Schweiz. Präsentiert wird er von Good News / Himmel auf Erden, die in früheren Jahren jeweils eigene Shows produziert hat. Dass man Roncalli in der Schweiz erst noch kennenlernen müsse, sei anfangs schon spürbar gewesen, sagt Christoph Rüdt, Pressesprecher von Himmel auf Erden. Aber am Tag der offenen Tür vom letzten Sonntag beispielsweise habe man rund 700 Besucher gezählt. Das sei ein schöner Erfolg. - Auch die Tatsache, dass nicht alle Plätze nummeriert sind und die Besucher in den drei günstigsten Kategorien zuweilen vor der Vorstellung zum Zusammenrücken gebeten werden, mag für das hiesige Publikum ungewohnt sein.

Der Billettverkauf sei von Beginn weg zufriedenstellend und an den Wochenenden sehr gut gelaufen, sagt Rüdt. Der Zirkus Roncalli sei aber nicht, wie in Deutschland und Österreich üblich, Abend für Abend ausverkauft gewesen. «Doch inzwischen greift auch die Mund-zu-Mund-Propaganda. Das spüren wir natürlich schon.» - Wer Roncalli noch sehen will, muss sich allmählich um die Tickets kümmern, denn das Gastspiel des deutschen Zirkus endet bereits am 9. Dezember. Conelli und Salto Natale spielen noch bis zum 1. Januar bzw. 31. Dezember.

 

Copyright (c) Neue Zürcher Zeitung AG

 

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NEU - Das Gästebuch beim Zirkusverband

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig!

 

Neu stellen wir unsren Besuchern ein Gästebuch zur Meinungsäusserung zur Verfügung.

 

Äussern Sie sich zu den verschiedensten Themen mit Ihrem Eintrag in unserem Gästebuch.

 

Wir sind gespannt auf Ihre Einträge!

 

 

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Schreiben an die Stadt Zürich betr. wilde Plakatierung

 

 

Stadt Zürich

Dienstabt. Verkehr

Herrn Karl Uttinger

Mühlegasse 22

8021 ZÜRICH

 

18. Oktober 2006/Giv.

 

 

Wilde Plakatierung in der Stadt Zürich und Umgebung

 

Sehr geehrter Herr Uttinger

 

Im Hinblick auf das bevorstehende Gastspiel des Circus Roncalli aus Köln in Wallisellen (ab 31. Oktober 2006) ist uns aufgefallen, dass in der Stadt Zürich und den umliegenden Gemeinden auf öffentlichem und privatem Grund illegal unzählige Plakate angebracht worden sind. Roncalli wird durch die in Zürich ansässige Good News Production AG präsentiert.

 

Der Verband Schweizer Zirkusunternehmen (VSZ) wehrt sich gegen diese wilde Plakatiererei, eine Unsitte, die im benachbarten Deutschland an der Tagesordnung ist. Unsere einheimischen Zirkusunternehmen halten sich an die von Ihrem Amt erlassenen Vorschriften; sie müssen sich ja als dumm vorkommen, ganz abgesehen, dass sie einen grossen Wettbewerbsnachteil erleiden (Beispiele: CONELLI in Zürich und Salto Natale in Kloten).

 

Aus dieser Überlegung bitten wir Sie in aller Dringlichkeit, diesen Unsinn abzustellen und Roncalli-Plakate nur dort zuzulassen, wo sie legal angebracht werden dürfen.

 

Für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung danken wir Ihnen bestens und verbleiben

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Verband Schweizer Zirkusunternehmen VSZ

Der Geschäftsführer:

 

André Givel

 

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Reaktionen zu:

„Zirkusdirektoren fordern Subventionen“

 

So titelt „Cashdaily“ in ihrer Ausgabe vom 18. September 2006. André Givel vom VSZ weist auf die wetterbedingt schlechte Saison 2006 hin und erwähnt die ausländische Konkurrenz und die immer höheren Abgaben, die die Branche zu entrichten hat. Verschiedene Unternehmen kämpfen ums Überleben. In einem „offenen Brief“ geht jetzt der VSZ die Politik um Unterstützung an (siehe Webseite „zirkusverband.ch“).

 

In einer Sendung über die Zirkusbranche hat „Cash-TV“ am Abend einen Aufruf erlassen, in Leserbriefen zu dieser Forderung Stellung zu nehmen.

Die wenigen, dem VSZ-Sekretariat vorliegenden Leserbriefe zeigen, dass die Bevölkerung eindeutig diese Meinung teilt:

 

Zirkus in der Schweiz „ist Kulturgut und verdient staatliche  Unterstützung“.

 

„Ja, ich bin der Meinung, dass der Zirkus zur Kultur gezählt werden soll und dementsprechend unterstützt werden soll. . . . Der Zirkus trägt bei zur Gesunderhaltung der Seelen und ist zu den anderen Freizeitangeboten . . . ein wichtiger Gegenpol.“

 

Ich bin auf jeden Fall dafür, dass die Zirkusartisten (vor allem die kleinen) subventioniert werden. Dies speziell, wenn man weiss, dass die Oper, das Schauspielhaus etc. für die reichen Leute auch sehr unterstützt wird.“

 

André Givel, VSZ Oktober 2006

 

 

 

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Brief an National- und Ständeräte

 

Sehr geehrte Damen und Herren

 

Vielleicht haben sie dieses Jahr schon einmal eine Zirkusvorstellung besucht? Sie haben sich über Glanz und Artistik gefreut und haben wohl kaum daran gedacht, dass der Schweizerischen Zirkusbranche eine steife Brise entgegenweht.

 

In Gesprächen mit Politikern hören wir oft die erstaunte Bemerkung, dass wir ja als Zirkus Subventionen bekommen. Dem ist leider nicht so. Weder bekommen wir vom Staat Subventionen, noch werden wir als Kulturgut anerkannt. Dabei sind wir das Volkstheater schlechthin. Seit Jahrhunderten ziehen unsere einheimischen Unternehmen durch die Schweiz von Ort zu Ort. Im Gegensatz zu den Theatern in ihren Prachtbauten in den Städten, kommen wir zum Publikum. Ein Unternehmen reist im Sommer durch das Engadin, eines ist im Toggenburg oder im hintersten Winkel des Kantons Glarus anzutreffen; wieder andere fahren durch die kleinen Ortschaften im Mittelland, im Jura, in der Innerschweiz, im Wallis und in der Romandie.

 

Beachten Sie bitte auch die erzieherische Aufgabe der Zirkusse. Wo anders können Stadtkinder echte Tiere sehen, erleben und gar anfassen. Heute weiss nicht mal jedes Kind, wo die Milch herkommt! Am Beispiel der Artisten lernen die Kinder Disziplin, Ordnung und Respekt. Auch für Artistenkinder gilt bekanntlich, dass sie neue Nummern einstudieren und –üben müssen, während ihre Kolleginnen und Kollegen der bürgerlichen Familien sich auf dem Spielfeld, in der Badanstalt herumtollen oder sich mit dem Gameboy amüsieren. Aus diesen jugendlichen Zuschauern rekrutieren Ihre Parteien die Politiker von morgen.

 

Aus all diesen Gründen setzt sich der Verband Schweizer Zirkusunternehmen VSZ dafür ein, dass auch die Zirkusbranche subventioniert wird, wie das in Italien, Frankreich und anderen EU-Ländern seit Jahren der Fall ist. Die EU hat im Oktober 2005 allen Zirkussen den Kulturstatus gewährt, nur in der Schweiz geschieht nichts.

 

Jedes Jahr sind unsere Zirkusse ständig steigenden finanziellen Begehren von Gemeinde, Kanton und Eidgenossenschaft ausgeliefert. Beispielsweise wird eine jährliche Kontrolle sämtlicher Lastwagen und Anhänger verlangt obwohl die Jahreskilometerleistung dieser Fahrzeuge weit unter 10'000 Kilometern liegt. Die Zirkuszelte und die Bestuhlung müssen kontrolliert werden. Das generiert Unkosten und Gebühren, die für unsere Unternehmen ins Unermessliche steigen. In unseren EU-Nachbarländern wird mit diesen Vorschriften und entsprechenden Kosten viel grosszügiger umgegangen. Es erstaunt uns auch, dass die Schweiz sich immer schnell entscheidet, EU-Normen zu übernehmen, warum nicht auch die Normen, die uns Erleichterung bringen?

 

Sie sehen, die Schweizerische Zirkusfaszination ist am bröckeln, vor allem auch deshalb, weil immer mehr ausländische Unternehmen sich in der Schweiz rücksichtslos breit machen.

 

Wir bitten Sie mit diesem Schreiben, sich auch einmal mit unseren Problemen auseinanderzusetzen; es ist dringend nötig, wenn wir vermeiden wollen, dass der eine oder andere Schweizer Zirkusname von der Bildfläche verschwindet.

 

Wir hoffen, dass diese Zeilen Sie zum nachdenken angeregt haben. Wir sind auch froh, wenn sie uns Ihre persönliche Meinung kundtun, würden uns aber besonders freuen, wenn Sie im Bundeshaus in Bern für uns etwas erreichen könnten.

 

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Verband Schweizer Zirkusunternehmen

Association Suisse des Cirques

 

Der Präsident:                    Der Vizepräsident:      Der Geschäftsführer:

Rolf Stey                           Conny Gasser            

ZIRKUS STEY                     Circus CONELLI          André Givel

 

 

 

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 In der Zirkusbranche bröckelt die Faszination

Artikel erschienen im "Der Unternehmer" Ausgabe Mai 2006

 

Den Zirkusbetrieben in der Schweiz bläst eine steife Brise entgegen.

 

André Givel

Geschäftsführer des Verbandes Schweizer Zirkusunternehmen

 

 

Jetzt ziehen sie wieder von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt und bringen den Menschen Freude, Faszination, Glamour und Nervenkitzel – die farbigen Zirkusse mit ihren Akrobaten, Clowns, Musikern und Nummerngirls und Süssigkeiten. Der Zirkus ist da! Vor Jahren noch war das ein grosses Ereignis, das Gross und Klein gleichermassen erfreute, heute hat diese Faszination viel davon verloren.

 

Die grösseren, mittleren und kleineren Zirkusunternehmen der Schweiz bereisen das Land vom Frühjahr bis in den Herbst; wenn der Winter Einzug hält, gibt es verschiedene Unternehmen, die als Weihnachtszirkus vorwiegend in den Städten auftreten. Es war immer schon Tradition, dass die Zirkusse zu den Leuten kommen, das heisst, ein Zirkus reist bis ins Engadin, ein anderer ist im hintersten Ort des Kantons Glarus anzutreffen; einer in der Innerschweiz, im Jura, im Toggenburg, Wallis, Graubünden, Tessin, in der Westschweiz, kurz an allen Ecken unseres Landes. Damit erfüllen sie ein Gebot der kulturellen Versorgung des Landes, indem die Besucher nicht in die grossen Städte/Ortschaften reisen müssen, um eine Zirkusvorstellung sehen zu können. Die Zeiten für den Zirkus sind aber härter geworden. Wohl ist das Interesse für den Zirkus nach wie vor vorhanden, das allgemeine Unterhaltungsangebot ist aber stark angestiegen und im Zirkuspublikum fehlen vor allem Kinder und Jugendliche, die sich offenbar mit Videospielen besser amüsieren können.

 

Steigende Kosten treiben Zirkusse in den Ruin

Dazu kommen die ständig ansteigenden Begehren der Gemeinden, Kantone und des Bundes, die vom einzelnen Zirkusunternehmer Gebühren verlangen, die auf verschiedenen bürokratischen und gesetzlichen Neuerungen basieren. Beispielsweise die jährliche Kontrolle sämtlicher Lastwagen und Anhänger, obwohl die Jahreskilometerleistung dieser Fahrzeuge weit unter 10'000 Km liegt. Dazu kommen die regelmässigen und sehr kostspieligen Kontrollen der Zirkuszelte und deren Bestuhlung.

Bei den Tieren schaut der Tierschutz, ob sie auch artgerecht untergebracht sind, kurz alles Vorschriften, die mit entsprechenden Gesetzen gestützt sind und die Kosten ins Unermessliche auflaufen lassen.

 

Die Unkosten steigen derart, dass es nicht erstaunt, wenn der eine oder andere Zirkusname von der Bildfläche verschwindet. Eine andere Möglichkeit ist die der „Auszeit“. Die Zirkusse legen während einer Saison eine kreative Pause ein, so wie Rolf Stey, Direktor des gleichnamigen Zirkus. Das gibt Gelegenheit, die vorhandenen Möglichkeiten zu prüfen, das Geschäft neu aufzubauen und neue Ideen zu planen und eventuell zu verwirklichen. Man fragt sich auch, weshalb der Schweizer Zirkus noch nicht als Kulturgut anerkannt worden ist, obwohl dies in Europa seit letztem Oktober der Fall ist.

 

Sind Weihnachtszirkusse ein Boom?

Seit der „Circus Conelli“ das Zürcher Bauschänzli jedes Jahr um Weihnachten für eine kurze Zeit zur „Märcheninsel“ erstrahlen lässt, sind die Weihnachtszirkusse wie Pilze aus dem Boden geschossen. Jeder will auch ein Stück vom Kuchen. In Zürich, Luzern, Bern, Basel und in der

Westschweiz werden die Zelte der Weihnachtszirkusse aufgebaut, sei es von traditionellen Zirkusfamilien oder von neuen Anbietern.

Immer grösser ist die Nachfrage bei Unternehmern aus der Wirtschaft, ganze Abendvorstellungen zu kaufen; ohne dieses Geschäft kann heute kein Zirkus mehr überleben. das Überangebot ist aber heute schon sehr gross, sagen die Insider der Zirkusbranche und warnen vor weiterer Expansion.

 

Der Verband Schweizer Zirkusunternehmen VSZ wurde im Herbst 2002 gegründet. Er dient dem Zweck, die gemeinsamen wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der schweizerischen Zirkusunternehmen gegenüber Behörden und Öffentlichkeit wahrzunehmen. Zurzeit sind 14 Schweizer Unternehmen im VSZ zusammengeschlossen.

 

 

 

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Harte Zeiten für Zirkusbetriebe

 

Den Thurgauer Zirkusbetrieben Medrano, Stey und Royal bläst eine steife Brise entgegen. Die geschäftlichen Schwierigkeiten meistern die drei Unternehmen verschieden. Medrano musste gar Konkurs anmelden. Trotzdem macht der Zirkus weiter.
 

Thurgauer Zeitung vom Donnerstag, 9. Februar 2006, Ressort Thurgau
Andreas Schildknecht

 

«Es ist schwierig geworden», sagt der Frauenfelder Urs Strasser, Direktor des Circus Medrano. Die Leute hätten zwar immer noch Interesse am Zirkus, das Unterhaltungsangebot sei aber riesig geworden. Besonders Kinder und Jugendliche würden den Zirkusunternehmen im Publikum fehlen. «Die Jungen beschäftigen sich lieber mit Videospielen», meint Strasser. In den letzten vier Jahren seien die Zuschauerzahlen gesunken, die Unkosten aber gestiegen. Für den Circus Medrano folgte der Tiefpunkt in der 27-jährigen Firmengeschichte diesen Januar. Die Medrano AG musste Konkurs anmelden und befindet sich in Liquidation. «Ein paar Tage lang waren wir wie blockiert, nun überwiegt aber die Motivation für Neues», sagt Strasser.

Der Name Medrano verschwindet nicht aus der Zirkuslandschaft. Mit der Unterstützung des Konkursamtes habe man eine Lösung zur Weiterführung des Traditionsunternehmens gefunden. «Der Zirkus wird nicht verkleinert und wir spielen eine ganz normale Saison», betont der Zirkusdirektor. Im Oktober komme man auch wieder nach Frauenfeld, verspricht er. Wie die längerfristige Zukunft des Circus Medrano aussieht, werde sich im kommenden Winter weisen. Damit man überleben könne, sei es jedoch für die Zirkusbetriebe wichtig geworden, zusammenzuarbeiten.

 

Kreative Pause

Dies findet auch Rolf Stey, Direktor des gleichnamigen Zirkus. 2006 wird es keine öffentliche Tournee geben. Wie auf der Internetseite des Unternehmens zu lesen ist, legt der Zirkus eine kreative Pause ein. Der Grund, warum sich Stey ein Jahr Pause gönnt, hat aber nichts mit finanziellen Problemen zu tun. «Der Unfall in Lichtensteig im Juni vergangenen Jahres hat uns zwar viel Geld gekostet, die Versicherung war aber letztlich sehr grosszügig und hat alles übernommen», sagt Stey. Nach dem Unfall mit mehreren Zirkuswagen flatterte dem Thurgauer Betrieb eine Feuerwehrrechnung von 18 000 Franken ins Haus (die TZ berichtete). Nachdem sich alles zum Guten wendete, hat sich Stey einer neuen Herausforderung zugewandt. «Eine Tournee starten wir erst 2007 wieder, weil wir uns einerseits im Zirkus Salto Natale von Rolf Knie engagieren und andererseits ab April spezielle Events in Zusammenarbeit mit einem anderen Unternehmen durchführen», so der Zirkusdirektor.

Was genau er vor hat, will Rolf Stey noch nicht verraten. Er verreise jetzt erstmal nach China, um für das neue Programm von Salto Natale einige Nummern einzukaufen. Die Zusammenarbeit mit Rolf Knie gefalle ihm. Er und seine Frau hätten vor, sich in Zukunft ganz auf Salto Natale zu konzentrieren. «Ich bin jetzt über 60 Jahre alt. Es wird Zeit, dass ich mein eigenes Geschäft an meinen Sohn Martin übergebe», erzählt Stey. Der Generationenwechsel an der Spitze des Thurgauer Zirkus soll bereits im kommenden Jahr erfolgen. «Ich möchte künftig andere Sachen machen», so Stey.

 

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© Thurgauer Zeitung

 

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BVG-Pflicht für ausländische Zirkusarbeiter

 

VSZ/ Das Bundesamt für Migration (BFM), Sektion Arbeitskräfte und Einwanderung macht uns darauf aufmerksam, dass im Rahmen der diesjährigen Gesuchseingänge verschiedene Zirkusunternehmen der Meinung sind, dass die Zirkusangestellten, welche nicht einen Jahreslohn von CHF 19'350.- erzielen, damit auch nicht der BVG-Pflicht unterliegen und somit keine Anmeldung bei einer Pensionskasse zu erfolgen habe.

 

Das BFM hat die Sachlage nochmals ausführlich mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) erörtert. Gemäss Auskunft des BSV unterliegen alle Arbeitnehmer

 

> unabhängig vom Aufenthaltstyp (Kurzaufenthalt oder Jahresaufenthalt)

> ab einem Anstellungsverhältnis von mindestens drei Monaten

> ab einem Jahreslohn von CHF 19'350.- (wobei als Jahreslohn die Lohnsumme bezeichnet wird,

   die ein Arbeitnehmer zum vereinbarten Monatslohn erzielt, wenn er 1 Jahr lang arbeiten würde)

 

der BVG-Pflicht.

 

Sobald ein Arbeitnehmer also während mehr als drei Monaten angestellt wird und dabei einen Monatslohn von CHF 1612.- (12 Monate mal 1612.- gleich Jahreslohn von CHF 19'350.-) oder höher verdient, ist er bei einer Pensionskasse anzumelden.

 

Das BFM teilt weiterhin mit: "Sollte bei Nachkontrollen festgestellt werden, dass die gesetzlichen Bestimmungen zum BVG nicht eingehalten werden, müssten wir die Bewilligungserteilung für die fehlbaren Betriebe aussetzen."

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Markt der Zirkusse ist gesättigt

 

Immer mehr Zirkusse bieten Spektaktel mit Essen an – zu viele, meinen Insider von Marc Badertscher "SonntagsZeitung"

 

ZÜRICH  In Zürich, Luzern und Moudon schlagen neue Anbieter von Weihnachtszirkussen ihre Zelte auf. Traditionelle Zirkusfamilien expandieren in weitere Städte. Das Geschäft mit den Weihnachtszirkussen boomt. Die Umsätze belaufen sich schweizweit inzwischen auf über 20 Millionen Franken. Unisono heisst es bei den Veranstaltern, das Geschäft laufe gut, man werde Gewinn erzielen.

« Wir erleben ein Revival » , sagt Herbi Lips vom Zirkus Conelli. Seit 2002 haben die Besucherzahlen auf dem Platz Zürich um 30 Prozent zugenommen. Vom Trend profitieren wollen auch Neueinsteiger. Alleine in den letzten zwei Wochen sind in Zürich Spiegelzelte von zwei neuen Anbietern aufgebaut worden. 100 Artisten stellen inzwischen täglich ihre Kunst zur Schau. Den Boom ausgelöst hat eine 20 Jahre alte Idee: das Vollabendprogramm. Man offeriert Show und Essen im Paket. Trapez über den Köpfen, volle Teller auf den Tischen. « Heute reicht es nicht mehr, irgendeinen Event in irgendeine Halle zu stellen. Die Leute wollen Komfort » , sagt Thomas Dürr, Produzent der Dinnershow « Palazzo Colombino » in Basel und Zürich.
Der Markt ist gesättigt, der Verdrängungskampf beginnt
Inzwischen sind alle Weihnachtszirkusse in der einen oder andern Form darauf eingestiegen. Laut André Givel vom Zirkusverband macht das Essen « einen grossen Brocken des Geschäfts aus » . Bei den bedeutenden Veranstaltern macht das Essen der Besucher gut 20 Prozent der Einnahmen aus, bei den kleinen steuert das Catering gar bis zu 50 Prozent am Umsatz bei. Die Kombination von Essen und Kultur kommt vor allem bei Firmen und Vereinen gut an: Die Hälfte der Plätze an Abendessen mit Zirkuseinlagen werden von Firmen gebucht, für Weihnachtsessen und Kundenanlässe in diesem Ambiente. « Softkommunikation lautet das Zauberwort » , sagt Dürr. Man kann miteinander reden, aber man muss nicht.

Das Vergnügen kostet 150 bis 220 Franken pro Person. Vor allem bei kleineren Shows kaufen Unternehmen ganze Abendvorstellungen. « Ohne das Geschäft mit den Grosskunden kann heute kein Zirkus mehr überleben » , sagt ein Insider.

Gleiche Zielgruppe, gleiches Rezept, mehr Anbieter – bereits gibt es Warner. « Der Markt ist langsam gesättigt » , schätzt Andi Schulz von der Agentur Circuswelt. Im Klartext: Der Verdrängungskampf beginnt. Erste Indizien sind steigende Ausgaben für die Werbung. Der Zirkus Conelli hat letztes Jahr erstmals Fernsehspots geschaltet und diesen Winter die Ausgaben dafür verdoppelt. In der Branche heisst es, für eine drei- bis vierwöchige Spielzeit benötige man heute schnell einmal ein sechsstelliges Werbebudget. « Man muss stärker als früher um Zuschauer kämpfen » , sagt Patrick Capeder, Mediensprecher von Rolf Knies Salto Natale. Hinter vorgehaltener Hand heisst es in der Branche, schon heute würden trotz anders lautenden Beteuerungen nicht mehr alle Zirkusanbieter Gewinne einfahren.
Das Rezept lautet: Drei Zelte, Artisten und Köche pendeln
In Zürich und Umgebung ist das Überangebot bereits Tatsache. « Zusammen mit allen andern Vorweihnachtsattraktionen haben wir ein sehr, sehr grosses Angebot » , sagt Verbandssprecher Givel. Neben den Zirkussen setzen auch Restaurants und einmalig aufgestellte Spiegelzelte auf die Kombination Kultur – Essen. Selbst im Opernhaus haben solche Events für Sponsoren zugenommen. In den nächsten Jahren wird der Konkurrenzkampf auf andere Städte übergreifen. Rolf Knies Salto Natale geht nächsten Winter nach Bern, auch die Good- News- Produktion « Himmel auf Erden » erwägt die Expansion. Von einem Überlebensgeschäft spricht schon heute der in Bern verankerte Zirkus Olympia. Die Strategie von Besitzer Gasser: Skaleneffekte nutzen. Olympia unterhält drei Zelte in verschiedenen Regionen gleichzeitig. Die Artisten und die ganze Küche pendeln von Tag zu Tag zwischen den Spielorten.

Noch können in den Wintersportorten neue Märkte erschlossen werden. « Aber die Konsolidierung wird einsetzen » , sagt Zirkusagent Andi Schulz.

 

Die Branche steuert auf ihren Höhepunkt zu: Weihnachtszirkus Conelli in Zürich

 

FOTO: EDDY RISCH/ KEYSTONE

 

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Schweizer Zirkusse haben einen Standard-Arbeitsvertrag

 

Der 'Verband Schweizer Zirkusunternehmen' (VSZ) hat an seiner Herbstversammlung einem Standard-Arbeitsvertrag zugestimmt. Der Vertrag wurde zusammen mit den Bundesämtern SECO und IMES sowie Vertretern der Kantone Aargau und Thurgau ausgearbeitet. Er ist seit 1. Januar 2005 in Kraft; ab diesem Datum gilt der Vertrag für alle in der Schweiz gastierenden Zirkusunternehmen.

 

Wenn Sie an unserem Standard-Arbeitsvertrag interessiert sind können Sie diesen hier mit dem Vermerk "Arbeitsvertrag" anfordern.

 

 

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Archivierte Pressemittungen

 

 

 

 

Swiss Classic 2005: Graubünden und Gilberta siegen

 

Eros Lebunia - von Anfang bis Ende Nummer eins. In einer hochklassigen Erstmelkshow war Casutts Lebunia der Star. Die Eros-Tochter gewann die 5. Kuhakrobatik.

 

Quelle: schweizerbauer.ch

 

Gross war die Spannung, als am 2. Dezember kurz vor elf fünf hochklassige Bündner Erstmelkkühe zum Final der 5. Kuhakrobatik aufgereiht in der Arena standen. Zur aussergwöhnlichen Stimmung trug neben den wunderschönen Tieren auch die spezielle Atmosphäre im zur Viehschauarena umfunktionierten Zelt des Zirkus «Nock» bei.

 

Eros Lebunia von Wendelin Casutt, Falera gewann die Kuhakrobatik 2005 - rechts im Bild die charmanten Ehrendamen! / (Bild: Marcel Wipfli)

 

 

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04.11.2005 - Ecrasé par les charges, le clown Pupuce arrête son cirque

 

FIN DE RÈGNE Le benjamin des chapiteaux, Stellina, baisse définitivement le rideau, après dix-huit ans de tournées.

 

Caroline Rieder

Publié le 04 novembre 2005 - Vaud

 

"Le Cirque Stellina tirera sa révérence dimanche 13 novembre à Bellerive, après dix-huit ans sur les routes helvétiques. Son patron Serge Ruegg s'y est résolu face à l'augmentation incessante des charges et à la désaffection du public."

 

Un léger tremblement dans la voix trahit l'émotion: "J'appréhende la dernière représentation. Je crois que je vais enregistrer les adieux au public, pour être sûr d'arriver au bout." Serge Ruegg s'apprête à démonter définitivement le chapiteau du Stellina Variétés et Circus, qu'il balade depuis dix-huit ans sur les routes helvétiques. D'abord avec sa femme, puis seul avec sa fille, le clown Pupuce a fait vivre le plus petit cirque de Suisse. Il s'est résolu à baisser le rideau pour éviter le pire. "Par fierté, il était exclu de faire faillite. Je préfère finir en beauté."

 

Au début de la tournée ce printemps, il n'avait pas idée qu'elle serait la dernière. Mais des difficultés financières ont eu raison de son enthousiasme. "En mai, les recettes m'ont rapporté 1000 francs de moins que la somme à débourser pour les salaires. J'ai dû ensuite mettre plusieurs de milliers de francs de ma poche, que j'ai héritées de mon père, pour payer les factures et les salaires. En août, j'ai pris la décision d'arrêter, même si c'est un déchirement."

 

Il a dû se rendere à l'évidence: le chapiteau de 200 lplaces ne fait plus souvent le plein. "Mercredi après-midi à Renens, il y avait 39 personnes". A 20 francs l'entrée adulte, cela laisse juste de quoi vivre. Un jonglage rendu périlleux par l'augmentation incessante des charges. Les frais de la structure, qui compte huit employés, s'élèvent à 1500 francs par jour lors des huit mois de tournée.

 

Des salaires minimaux de 2000 francs brut par employé ont été imposés par l'Etat en 2005, et de nouveaux contrôles de sécurité seront bientôt exigés, de même qu'une expertise annuelle des camions. "C'est ridicule. Nock, qui roule le plus, fait seulement 3500 km par année." Serge Ruegg est fâché: "Onprône le moins d'Etat, mais on vous presse tellement sur la tête que vous ne pouvez plus rien faire." Il relève aussi que les communes sont de plus en plus nombreuses à demander une location. "Lausanne est très chère, nous leur versons la taxe sur les divertissements de 14%, plus encore 2,5% des recettes."

 

Le clown, triste mais pas aigri, s'en ira dès le printemps promener ses godasses démesurées et son nez rouge dans un cirque suisse allemand. Il sera employé: "Mais je sais que j'aurai envie de mettre mon grain de sel dans l'élaboration du spectacle." Anita le suivra dans cette nouvelle aventure. En attendant, père et fille règlent les derniers détails en vue des ultimes représentations de Stellina.

 

 

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12.04.2004 - Mehr Anerkennung – weniger Gebühren

 

An der Generalversammlung des Verbandes Schweizer Zirkusunternehmen am Ostersamstag in Dietikon AG, hat deren Geschäftsführer, André Givel, einmal mehr die Forderung erhoben, dass die Schweizer Zirkusse endlich als Kulturgut anerkannt werden. Zirkus ist bekanntlich eine der ältesten Kulturformen überhaupt.

 

In letzter Zeit sind verschiedene bürokratische oder gesetzliche Neuerungen auf die Zirkusbranche zugekommen, die die Existenz der Zirkusbetriebe erheblich erschweren. Beispielsweise durch die jährliche Kontrolle sämtlicher Lastwagen und Anhänger, obwohl die Jahreskilometerleistung dieser Fahrzeuge weit unter 10'000 Km liegt. Dazu kommen die regelmässige und sehr kostspielige Kontrolle der Zirkuszelte und deren Bestuhlung. Die meist marokkanischen Zirkusarbeiter bezahlen AHV, obwohl sie nie in den Genuss einer Rente kommen.

 

Dies ist nur ein Teil einer langen Liste von Gebühren und Gesetzen, über die Zirkusbetriebe im benachbarten Euroland nur müde lächeln können; sie sind nicht nur von solchen Belastungen befreit, sondern erhalten vom Staate Subventionen und jede Art von Unterstützungsbeiträgen. Das ist, nach den Worten des VSZ-Präsidenten Rolf Stey, nicht unser Ziel; die Schweizer Zirkusunternehmen wollen keine Subventionen, sondern möchten schlicht und einfach, in einem gesunden Konkurrenzverhältnis mit den eigenen und ausländischen Zirkusbetrieben ihr Geld verdienen.

 

Für den Geschäftsführer des VSZ ist es erstaunlich, dass die Schweizer Zirkusse immer wieder hoch stehende Programme zusammenstellen, die Alt und Jung gleichermassen erfreuen. Für jedes Unternehmen ist es eine jahrhundertealte Pflicht, nur Spitzenprogramme zu präsentieren, trotz Erschwernissen durch Gemeinden, Kantone und Bundesstellen. - Der Schweizer Zirkusverband zählt gegenwärtig 18 Unternehmen; darin eingeschlossen sind die renommiertesten Klein- und Mittelzirkusse der Schweiz.

 

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